law of Forms cover

Wie bin ich auf den Namen meines Blogs gekommen? Tja, ungefähr zu dem Zeitpunkt als ich mich in der “Ent-Scheidungsphase” befand, ob bloggen oder nicht, habe ich nun endlich angefangen, mich mit George Spencer Brown’s Meisterwerk “Laws of Form” auseinanderzusetzen. In seinem Buch “The Laws of Form”, stellt George Spencer Brown ein Kalkül, eine neue Logik vor.

Das wesentliche Element seines Kalküls ist die Unter-Scheidung, so auch der berühmte Spruch:

“Draw a distinction and create a universe”,

sprich jedesmal, wenn wir eine Unterscheidung treffen, erzeugen wir etwas Neues. Die erste Ausgabe von den “Laws of Form” erschien am 17. April 1969. Da war ich so ca. Minus zwei Jahre alt. Zwischen 1993 und 1999 studierte ich Informatik. Dort sprach man in der Vorlesung Graphentheorie auch das sogenannte 4-Farben-Problem an. Es besagt, soweit ich weiss, das es keinen Beweis gibt, das es möglich sei, beliebige Landkarten mit 4 Farben so einzufärben, das jedes Nachbarland eine andere Farbe hat. George Spencer Brown liefert im Anhang 5 seines Buches zwei Beweise bzw. beschreibt einen Algorithmus für das 4-Farben-Problem. Bis heute gilt das Problem “offiziell” als ungelöst und Spencer Browns Lösung ist wenig populär bzw. anerkannt.

Verstanden habe ich Spencers Brown noch nicht. Und ich denke es ist auch noch ein langer Weg dorthin. Aber besser irgendwann den Weg antreten als nie……. ich bin gespannt und werde versuchen, meine Reise und meine Erkenntnisse in meinem Blog zu dokumentieren.

Meine erste Lektion war die Unter-Scheidung zwischen einer Unter-Scheidung nach Spencer Brown und einer Ent-Scheidung. Wenn ich mich nicht irre, geht eine Unter-Scheidung immer einer Ent-Scheidung vorraus. Das heisst durch eine Unter-Scheidung wird immer etwas erst erzeugt, etwas konstruiert, etwas Neues geschaffen (ich glaube nach den laws erzeugt der Prozess der Unter-Scheidung drei Elemente).

Achja …. wieso heisst jetzt mein Blog wie das Buch von George Spencer Brown. Ja also, wie Ralf Westphal auf die Suche nach Erkenntniss über Pile sein Blog geschrieben hat, möchte ich dies für die “Laws of Form”, für Pile und Kybernetik tun. Für mich ist der Blog somit ein Reflektionsinstrument in meinem persönlichen Lernprozess mit der Option über das Internet und die Kommentare der Leser zusätzlich zu reflektieren.