machmal ist es wirklich wunderlich, was ich so er-fahre, oder was mir so zu-fällt. Interessant ist es ja, als Beobachter von (fast) außen eine Emergenz beobachten zu können. Aber wenn ich in der Veränderung eine Emergenz spüre, weil ich “mitten drin” stecke, dann überfährt mich “ein Gribbeln” auf der Haut. Heinz (HvF) hätte vielleicht gesagt: “das Wundern ist wichtig”. 

So gestern Abend bei der Internet-Recherche, ich muss ein wenig ausholen. Für uns ist die Zeit gekommen, sich intentsiver mit weiterführenden Schulen auseinanderzusetzen. Da ist schon seit einiger Zeit eine Schule in unserem Fokus, die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, eine Versuchsschule. Was ich bisher über die Schule wußte war, das es eine etwas andere Schule ist, das man dort freier, offener, eben anders mit den Schülern umgeht, das die Schule einen sehr guten Ruf hat und überall gelobt wird. Was aber dann bei der Recherche geschah überraschte mich dann doch ein wenig …. Die Schule ist durch die Kybernetik inspiriert – und die Kybernetik spielt ja eine besondere Rolle in meinem Leben. Was emergiert da gerade habe ich mich gefragt. Welch “Zu-fall” das ich auf eine kybernetische Schule stoße ? Aber zunächst möchte ich einmal auf die Internetreise gehen, wie ich darauf komme, das die Helene-Lange-Schule kybernetischen Prinzipien folgt. Ich folgere dies nämlich aus dem Lernkonzept oder exakter gesagt aus dem Versuchsschulauftrag der Helene-Lange-Schule. Dort steht:

“Die Helene-Lange-Schule entwickelt und erprobt Unterrichtsformen, die dem „mathetischen“ Prinzip entsprechen, dazu können auch besondere Formen der Bewertung der Schülerleistungen gehören. “

Kombiniert man die Begriffe “Kybernetik”, “Mathetik” und “Papert” in Google mit dieser Suchabfrage, dann wird man fündig. U.a. fand ich auch das Referat von Bianca Esch (Revolution des Lernens):

Mathetik als ein Wort für Lernen lernen

Unter Wikipedia kann man folgendes Lesen:

Mathetik impliziert das ‚konstruktivistische‘ Verständnis von Lernen, das dieses als aktiven, selbst-organisierenden (autopoietischen) Prozess versteht, bei dem die je eigenen ‚Wirklichkeiten‘ des Individuums von diesem ‚konstruiert‘ werden (Konstruktivismus).

Dies kommt unserem 2nd Order Learning sehr nahe.

Schaut man sich dann noch etwas weiter im Netz um, dann stößt man vielleicht auch auf den Namen Enja Riegel. Nach dem Lesen einiger Interviews würde ich sagen: Enja Riegel – eine KybernetikerIn.

Vielen Dank lieber Heinz (HvF) für das Wundern, vielen Dank Enja Riegel für eine kybernetische Schulreform, vielen Dank Seymour Papert für die Mathetik.