Mi 29 Nov 2006
Neue Blogbeiträge zu SL
Posted by andreas.mertens under blogdetect, Blogs, SecondLife
[12] Comments
In dem ersten Artikel berichtet Katja Schwab auf “Psychologie des Alltags” von einer Studie die eine soziale Entfremdung nicht bestätigt, wenn sich Menschen mit virtuellen Welten beschäftigen und sich in diesen aufhalten.
Der zweite Beitrag ist von Michael Wald, hier zeigt er sein frisch erbautes Gebäude in Secondlife, ein paar Straßen entfernt vom CoreCon-Convention-Center in Plush Phi.
12 Responses to “ Neue Blogbeiträge zu SL ”
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Trackbacks & Pingbacks:
- Trackback from Junge junge, strenge Jacke!
Dezember 3rd, 2006 at 11:49Soziale Entfremdung
Ich greife mal einen Beitrag von Andreas auf. Hier verweist er auf einen Artikel, in dem die soziale Wirkung virtueller Welten anhand aktueller Studienergebnisse beschrieben wird.
Ein Ergebnis lautet: Soziale Entfremdung findet durch Beschäftigung… - Pingback from Soziale Entfremdung « Strenge Jacke!
Januar 13th, 2010 at 06:07[...] Dezember 2006 Ich greife mal einen Beitrag von Andreas auf. Hier verweist er auf einen Artikel, in dem die soziale Wirkung „virtueller Welten“ anhand [...]

November 30th, 2006 at 00:11
Also, den ersten Beitrag und den dazugehörigen Artikel auf FQS lese ich etwas kritisch. Natürlich findet keine soziale Entfremdung statt, wenn die grundlegende Operation des Sozialen Kommunikation ist. Das Problem ist nur, dass die “Zufallskontakte von Körpern” (Luhmann) abnehmen, und damit auch die Identifikation von “Mitteilungshandelnden”, was wiederum bedeutet, dass Information (das Was der Kommunikation) von der Mitteilung (das warum, also die Absicht) zu weit auseinanderdriften, und die Entstehung sozialer Ordnung wohl bisher immer genau auf dieser Unterscheidung basierte, wobei Information und Mitteilung immer direkt in Beziehung gesetzt und zugestimmt oder abgelehnt werden konnte.
Hier ist der interessante Punkt, ob und wie sich das durch Computer ändert. “Integration” (ich würde eher von Inklusion sprechen) und Entfremdung, Gruppenbildung etc. sind gar nicht die kritischen Punkte im Vergleich von virueller und “realer” Realität…
November 30th, 2006 at 11:30
@Daniel
Könnten Sie mir bitte die Fundstelle des Zitats “Zufallskontakte von Körpern? (Luhmann) nennen?
November 30th, 2006 at 20:53
Gerne: Gesellschaft der Gesellschaft, 309
Dezember 1st, 2006 at 14:21
@Daniel
Vielen Dank für den Hinweis auf GdG:309. Was ich über SL weiß, weiß ich aus zweiter Hand. ;-)
Das geplante Zusammentreffen in SL zu virtuellen Veranstaltungen etc. ist eine Sache, aber könnte mensch Zufallskontakte frei herumlaufender Avatare wahrscheinlicher werden lassen, in dem die Avatare ein ‘Eigenleben’ entwickeln derart, dass sie unabhängig vom User in SL ‘herumlaufen’ und bei Kontakt mit einem anderen Avatar ggf. ‘nach Hause telefonieren’?
Dezember 1st, 2006 at 14:44
Das ist ein interessanter Ansatz und ähnliches beschäftigt mich im Moment ebenfalls. Hier müssten KI-Spezialisten ihren Teil beitragen, denke ich mal als Laie ;-).
Liebe Grüße
Dezember 3rd, 2006 at 11:36
@Ralf: Muss es überhaupt ein Eigenleben der Avatare ohne/unabhängig vom User werden? Der Zufallskontakt menschlicher Körper pausiert ja auch, z.B. beim Schlafen oder wenn man nicht raus geht. Somit müsste, wenn Avatare das virtuelle funktionale Äquivalent wären, auch hier keine permanente Möglichkeit der Zufallskontakte gegeben sein, oder?
Dezember 4th, 2006 at 11:43
@Daniel: Mich erstaunt Ihre Muss-Frage. Wieso muss es überhaupt ein ‘Eigenleben’ der Avatare geben?! Mich interessiert eine Entkopplung von ‘Anwesenheit’ des Users und seines/ihres Avatars in einer virtuellen Welt wie SL. Können User und der stellvertretende Avatar un’gleichzeitig’ unterwegs sein? (vgl. Agenten)
Dezember 4th, 2006 at 21:52
Meine Formulierung, in diesem Fall die “Muss-Frage”, ist einfach der Tatsache geschuldet, dass ich schnell etwas niederschreibe und nicht immer auf exakte Formulierung achte – unter systemtheoretisch geschulten Lesern natürlich grob fahrlässig.
Ist das jetzt ein Zeitproblem oder ein technisches? Ich kann im Moment den Bezug zu “Agenten” nicht ganz herstellen. Technisch gesehen ist dies natürlich möglich, aber wie Andreas hier bereits geschrieben hat, würde ich zwischen Robots (technisch) und “menschlich gesteuerten” Avataren unterscheiden. In welche Richtung würde der Hinweis mit den un’gleichzeitigen’ Avataren gehen?
Dezember 6th, 2006 at 15:34
@Daniel: Der Hinweis mit den un’gleichzeitigen’ Avataren würde in die Richtung Robots gehen, wenn der ‘zugehörige’ Mensch gerade offline ist. Aber ist eine Art Turing-Test wirklich [sic!] interessant und notwendig? D.h. muss mensch immer entscheiden, ob mensch es mit einem Menschen dahinter zu tun hat oder nicht? Für wen ist das wichtig? Für die Kommunikation wohl eher nicht.
Dezember 7th, 2006 at 08:07
Prinzipiell mag es für die Kommunikation erstmal (also für die ersten Sätze) nicht so wichtig sein, ob mensch oder Maschine spricht. Aber für den Anschluss und die Entstehung sozialer Systeme und Aufbau sozialer Ordnung denke ich, dass eine Maschine hier scheitert und die Kommunikation nicht weitergehen würde. Wenn ich Luhmanns Vermutung richtig verstanden habe, ist der Punkt der wechselseitigen Intransparenz und der Umgang mit Nicht-Wissen (doppelte Kontingenz) das Entscheidende, an dem die KI scheitert.