Bücher


Augenblicklich halte ich eine Designpatterns-Schulung für die Telekom. Am ersten Tag haben wir die Erzeugungsmuster wie das Abstract Factory Pattern und das Factory Method Pattern, den Builder und den Singleton bearbeitet. Am zweiten Tag die Strukturmuster wie Proxy, Adapter, Flyweight und den Decorator. Morgen kommen die Verhaltensmuster wie Strategy, State, Command und Iterator. Das ganze Seminar führe ich mit dem Buch Heads First bzw. Entwurfsmuster von Kopf bis Fuß durch.

Ich muss sagen, es macht einen riesen Spaß! Erstens, die Designpatterns-Schulung durchzuführen und zweitens mit diesem tolleb Buch zu arbeiten.

Cover Entwurfsmuster, Eric & Elisabeth Freeman, GoF, gang of Four, Kathy Sierra & Bert Bates

Pfusch am Bau passiert oft. Ebenso bei IT-Projekten. Um Pfusch am Code festzustellen, bedarf es einen kleinen Blick unter die Motorhaube. Ein kleiner Code-Review lässt Bände sprechen. Böse Zungen behaupten sogar, man könne am Code erkennen, ob es sich um ein Offshoring-Projekt handelt.

Ist die Basis (der Code) bereits versaut, dann hilft auch keine solide Architektur mehr oder ein J2EE-Container. Ebenso rettet auch kein Produkt die Sache. Obschon eine J2EE oder JEE-Architektur so einiges “erzwingt” und damit einige Sauerei vermeidet, habe ich auch hier schon Abenteuerliches gesehen. Für einen kurzen Code-Review begnüge ich mich einiger weniger Prinzipien, die schnell und einfach zu prüfen sind:

  1. Wird eine Namenskonvention eingehalten ?
  2. Ist der Code dokumentiert ?
  3. Entspricht ein Klassenmodell einer Abstraktion-Konkretisierungs-Hierarchie?
  4. Beschreiben Methodennamen Verhalten?
  5. Und last but not least, werden Patterns verwendet

Und da sind wir auch schon bei einem, meiner Meinung nach, extrem wichtigen Punkt, und zwar bei den berühmten GoF-Patterns, oder in Deutsch Entwurfsmuster. Sie sind für die objektorientierte Programmierung sehr sehr wichtig.

Weil ich derzeit einige Schulung in diesem Umfeld vorbereite, habe ich ein didaktisch gutes Werk gesucht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Vermitteln der Design Patterns nicht so einfach ist, insbesondere wenn Teilnehmer noch nicht allzuviel Programmiererfahrung haben, erscheinen die Patterns oftmals zu abstrakt. Erst kürzlich bei Amazon bestellt, habe ich nun ein Werk vorliegen, das ich wirklich empfehlen kann. Den Autoren Eric Freeman & Elisabeth Freeman, Kathy Sierra & Bert Bates ist es gelungen ein didaktisch sehr gut aufbereitetes Buch über Entwurfsmuster zu schreiben: Entwurfsmuster von Kopf bis Fuß.

Gerne lasse ich meine Kursteilnehmer immer wieder in Probleme rennen, damit Sie lernen, Alltagsschwierigkeiten lösen zu lernen. Die Autoren machen es ähnlich, indem Sie von einer Aufgabenstellung ausgehen, eine problembehaftete Lösung aufzeigen und dann die Eleganz durch die Lösung mit Entwurfsmuster aufzeigen. Sehr erwähnenswert ist, dass die Patterns nicht theoretisch abgespult werden, sondern an ganz konkreten Beispielen in Java behandelt werden.

So zeigen Sie einleitend sehr unterhaltsam, wie man mit dem Strategy-Pattern Komposition, anstatt falscher Vererbung verwendet. Dies geschieht an einer Enten-Simulation mit quakenden, quietschenden, fliegenden und nicht-fliegenden Enten. Mindestens genauso toll zeigen Sie das Decorator-Muster anhand des Kaffeehauses Sternback-Kaffee.

Insgesamt ist das Buch einfach der Hammer. In lockeren Dialogen zwischendurch behandeln die Autoren philosophische Fragen über verschiedenen Lösungsansätze und reflektieren, wann ein Muster eingesetzt werden sollte und in welchen Situationen besser nicht.

Zeuch

Irgendwie sind die Laws ja eine Konstruktionsmaschine? Vielleicht kann man ja sogar eine Gelddruckmaschine herstellen? Auf jeden Fall habe ich gestern wieder einen sehr guten Vortrag von Andreas Zeuch gehört. Eigentlich wendet er die Laws an – und damit verdient er Geld.

Ihm ist es gelungen die “komplizierte luhmanische soziologische Terminologie” (weiterlesen…)

vor einigen Jahren hielt Buch Habel Einzug in Wiesbaden. Schon damals fiel mir das großzügige Konzept auf. Hohe helle Räume, angenehme offene Atmosphäre, Kaffebar, bequeme Sofas, viele, viele Bücher. Ich erinnere mich noch heute an einen Dialog mit einem Freund, dem ich sagte, die Tage der alteingesessenen Buchhandlung Bräuer in Wiesbaden sind gezählt, Bräuer müsse sich mit dem Markt verändern. Dunkle, gedrückte Stimmung, Schwere in der Atmosphäre, die Räume nicht so großzügig und tief. Aber: Gut sortiert. Insbesondere gab es meinen “berühmten” Schweizer dort, der, so schien es, zumindest über jedes IT-Buch etwas sagen konnte! Nun gut … wenn ich dann auf Buch-Shopping-Tour ging, dann – ich muss es zugeben, wegen der Atmosphäre – zu Buch Habel. Ansonsten ist ja sowieso auch Amazon und der Herdt-Verlag angesagt, online bestellen – von überall, schnell, einfach, fertig. (weiterlesen…)

Postheroisches ManagementEs funktioniert! Wie kommt man an Bücher, die nicht mehr verlegt werden und die man nicht im Antiquariat findet? Bei Amazon, über die “Gebraucht vorbestellen”-Funktion. Kalkül der Form, von Dirk Baecker, erschienen 1993 im Suhrkamp Verlag ist nicht mehr so einfach zu bekommen. Gestern kam eine Amazon-Mail, dass mir das gebrauchte Buch in Kürze ausgeliefert wird. Wenn wir schon bei Baecker sind, vielleicht ein kurzer Tipp: Postheroisches Management. Ein Vademecum. Das Buch besteht aus zahlreichen kurzen Aufsätzen, wie z.B. die provokante Geschichte mit der Analogie des “gekochten Frosches”: Versucht man einen Frosch in kochend heißes Wasser zu werfen, wird dieser mit allen Kräften versuchen sich zu wehren. Setzt man einen Frosch in für ihn wohltemperiertes Wasser und erhitzt dieses Wasser schrittweise, wird er es nicht merken und sterben. So wie mit Veränderungsprozessen in Unternehmen, Gesellschaft und Politik.

MusterbrecherJetzt liegt es bei mir auf dem Tisch! Das Buch Muster brecher von Hans A. Wüthrich, Dirk Osmetz und Stefan Kaduk. Wie bereits angekündigt, war es ja bereits “ge-tagged“.  Die Autoren zeigen in ihrem Buch sieben traditionelle Führungsmuster auf (die “sieben Glorreichen”). U.a. geht es um Muster wie Standardisierung und das Kontrollparadigma. Diese Führungsmuster hinterfragen sie. Im lockerem Sprachstil schildern sie die Schicksale der “glorreichen Sieben” Führungsstile. Wenn ich Standardisierung und Kontrolle als Beispiele nehme, dann sehe ich im Gedankengut der drei Autoren Anhänger des Konstruktivismus, der Kybernetik und systemischer Managementansätze. Aufgelockert wird die Lektüre anhand realer Geschichten, z.B. von Klaus Kobjoll und wie er von dem Kontrollparadigma zum Vertrauen in seine Mitarbeiter kam. Themen wie Selbstorganisation werden nicht kompliziert und theoretisch dargestellt, sondern durch Beispiele wie das Orpheus Chamber Orchestra ohne Dirigent oder die Geschichte von Andreas Glemser, Inhaber von COCOM IN Training & Coaching, welcher ohne E-Mail und Handy mit seiner Familie drei Monate durch Südafrika, Australien, Tahiti, Las Vegas, San Francisco tourte und die Firma seinen Mitarbeitern überlies. Das Thema Selbstorganisation und Vertrauen, kann wirklich “Berge” versetzen.

Dazu vielleicht kurz ein persönlicher Ausschweif, um die im Buch geschilderten Erfahrungen zu bestätigen. In 2004 arbeiteten Sedat und ich als Trainer und Coaches im Outplacement-Bereich. Es ging darum eine Gruppe von ca. 15 gestandenen Frauen und Männern aus dem Bereich Telekommunikation wieder in den Job zu bringen. Ich errinnere mich heute noch an die Gesichter die mich als Trainer anschauten als ich eine Trainingsphase mit folgendem Muster-Bruch begann: “Was wir uns in den nächsten 2 Wochen anschauen, wird nächstes Jahr auf dem IT-Markt möglicherweise keine Relevanz mehr haben”. Auf die Frage, warum wir uns dieser Thematik überhaupt nähern antwortete ich, das es ja gar nicht um den stofflichen Inhalt ginge, sondern darum, zu schauen, wie man in 2 Wochen ein solch komplexes Gebiet erarbeiten kann, damit man in diesem Gewässer sicher schwimmen kann. Es ging mir schlicht um das Lernen lernen – ich nannte es damals auch “Schwimmen lernen”. Nach einem fast 5 monatigen Training und Coaching kam die große Herausforderung für die Teilnehmer. In nur wenigen Wochen sollten die 15 Teilnehmer in 2 Gruppen je ein Projekt abwickeln, inklusive eines funktionsfähigen Software-Prototypes. Am Tag X stellten wir drei Projekte zu Auswahl bereit. Eines war anspruchsvoller als das Nächste. Das war dann unsere Prüfung als Trainer. Würden die Teilnehmer die Projekte zum Erfolg bringen? Wenn ja, dann hätten wir es geschafft, aus in einem Konzern über Jahre hinweg trivialisierten und konditionierten Menschen, eine Transformation angestoßen zu haben, die den Coachies hilft, wieder Fuß zu fassen im Wirtschaftsleben und Projekte selbst zu organisieren und erfolgreich abzuwickeln. Wenn nein, eine schlechte Note für uns. Die erste Rea4th Dimension Machine (c) 2004-2006 4th Arcanumktion auf unseren Projektanforderungen waren aus den schockierten Gesichtern zu lesen. Aussagen wie “Mann müsse dazu ja Germanistik, Soziologie oder Mathematik studiert haben” waren die Einwände und das man in den 5 Monaten doch etwas ganz Anderes gemacht hätte. Natürlich haben sie das, sie haben in den 5 Monaten nichts anderes als Lernen lernen gelernt. Wie gesagt, das war die Prüfung für uns Trainer. Wir hatten mittlerweile jedoch so ein gutes persönliches Verhältniss zu jedem Teilnehmer aufgebaut, das sie aus dem Verrauen, was wir Ihnen schenkten, merkten das wir als Trainer an sie glauben und das Sie in der Tat Berge versetzen können. Außerdem sagten wir den Gruppen 2 Tage Coaching und Betreuung pro Woche zu. Die Projekte starteten und was ich dann beobachten konnte war unglaublich: Selbstorganisation vom Feinsten. Ich musste gar nichts mehr tun außer zuzuschauen. Und beide Gruppen brachten ihr Projekt zum vollen Erfolg. Ein Projekt war die 4th Dimension Maschine über die ich im Artikel “Vom Web-Floaten zum Samadhi-Tank oder Floating-Tank” bereits schrieb. Das andere Projekt war eine Webanwendung die Assoziationen speicherte und Informationen aus Assoziationsschleifen ermittelte. Bei solch einer Selbstorganisation bekomme ich immer wieder Gänsehaut, wenn ich die Emergenz darin erkenne. Gut, das als kurzen Ausschweif zum Thema Selbstorganisation. Zurück zum Buch ….

Gänsehaut bekam ich dann auch im Kapitel ”Muster des Musterbruchs”, als ich die Schilderung der persönlichen Erfahrungen von Andreas Harbig von PA-Consult über den 11. September las …

Insgesamt ein zu empfehlendes Werk für alle, die aus den alltäglichen Trivialisierungs-Mustern ausbrechen möchten und sich schon immer gefragt haben, was mach ich hier eigentlich für einen Quatsch :-) Natürlich auch eine interessante Lektüre für alle die sich sowieso schon mit Dingen wie Selbstorganisation, Beobachtung 2. Ordnung, Komplexität, Kontrolle usw. beschäftigen. 

MusterbrecherVor einigen Stunden hat mir Thomas das Buch “Muster brecher” empfohlen. Der Titel ist schon verlockend. Unter der gleichnamigen Website http://www.musterbrecher.de kann man einige Leseproben kosten. Das Buch macht neugierig: Unkontrollierbarkeit, Paradoxie, Glossar zweiter Ordnung. Das Buch ist bei mir “ge-tagged”. Danke für den Tipp, Thomas.

Das Abenteuer LebenÜber folgenden Surfpfad bin ich heute auf eine sehr interessante Podcast-Seite gestossen: OpenBC->Stephan Magnus->Das Abenteuer Leben (http://www.dasabenteuerleben.de). Auf jeden Fall etwas für Hörbuch-Fans, die Themen gehen von Spiritualität über NLP bis hin zum luziden Träumen.

Paul Tholey

Apropos luzides Träumen oder auch Klarträumen, wenn wir schon dabei sind, hier ein Buchtipp von mir: “Schöpferisch Träumen” von Paul Tholey. Der Autor gibt interessante Tipps, um zum Klarträumer zu werden. Aufmerksam wurde ich auf den Autor vor einigen Jahren, als ich bei Sumi Krupp (-> http://www.sumikrupp.de) ein Klartraum-Seminar besuchte.

VierfarbensatzHeute las ich in “Mathematische Expeditionen” von Ivars Peterson, das Vierfarbenproblem sei 1971 von Kenneth Appel und Wolfgang Haken gelöst bzw. bewiesen worden. Ein kleiner Exkurs brachte mich auf folgende Wikipediaseite. Ich dachte diese Sache wäre von George Spencer Brown mit den Laws of Form gelöst? Zumindest ist in dem Wikipedia-Beitrag ein Hinweis auf die Laws. Die erste Ausgabe der Laws erschien 1969. Keine Ahnung, ob Spencers Beweis bzgl. des Vierfarbenproblems dort schon enthalten war. Tja, so ist sie die Wissenschaft ….

Tja, Projekte haben ja etwas Gutes. Losgelöst von der stark hierarchischen Struktur in einer Organisation, kann man in einer im Konzern eingebetten Projektstruktur sehr sehr effizient und effektiv arbeiten. Eigentlich laufen ja die meisten Unternehmungen in einem Konzern so ab. Die Vorteile einer Projektstruktur liegen auf der Hand: hierarchiefrei, dadurch schnelle Entscheidungsfindung und direkte Kommunikationswege von Jedem zu Jedem. Projekte kommen so zu schnelleren und besserern Ergebnissen als Unternehmungen mit starken hierarchischen Strukturen – deshalb implementiert man ja eben solche Projektstrukturen in großen Organisationen.

Einbettung vonr Projektstrukturen in Konzernen

Was mir nur zunehmend auffällt sind die Probleme, die auftreten, wenn ein Projekt dem Ende zugeht. Konkret heisst dies, das die Projektstrukturen zum Teil wieder aufgelöst werden müssen. Das Projekt samt Strukturen wird assimiliert. Insbesondere bei IT-Projekten lässt sich hier oft gegen Ende des Projektes beobachten, das die Geschäftsprozesse des Konzerns nach und nach auf das Projekt übertragen werden müssen: ITIL, Incident- und Problem-Management-Prozesse, Change-Management-Prozesse usw. Je mehr beteiligte Einheiten, wie z.B. interne IT-Abteilung, externe Systemintegratoren und Dienstleister, Fachabteilungen desto komplizierter. Nicht selten endet dies in einer wahren Schlacht von Excellisten. Da wird ein und der selbe Fehler in 4 verschiedenen Excellisten gepflegt (einmal in der Excelliste der Fachabteilung, einmal in der Liste der internen IT-Abteilung, einmal in der offiziellen “Fehlertracking-Liste” nach Standard-Konzern-Prozess, einmal ….. ). Jeder in seiner eigenen persönlichen Excelliste, die der eigenen persönlichen Struktur entspricht und man ist tagelang damit beschäftigt, jene Excel-Listen zu synchronisieren.Managementkybernetiker Stafford Beer

Tja, so ist das eben! Eine super Lösung dafür habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht wird es aber auch Zeit sich grundlegend über Organisationsstrukturen Gedanken zu machen? Würden große Organisationen auch ohne Standardprozesse funktionieren? Oder gar hierarchiefrei? Wenn ja, wie? Und wäre dies im Interesse heutiger Führungskräfte, Unternehmer, VorstänBeyondDisputede? Fragen über Fragen. Vielleicht sollten wir aber auch klein anfangen. Ein Vordenker solcher völlig anderen Strukturen war Stafford Beer, der Management-Kybernetiker. Stafford Beer beschreibt in seinem Buch Beyond Dispute wie man anhand dreidimensionaler Körper, wie z.B. den Ikosaeder, Gruppen mit bis zu 30 Menschen und 12 Themen kybernetisch strukturieren kann. Die geschieht vollkommen hierarchiefrei. Das Buch beschreibt den dafür notwendigen organisatorischen Prozess für den Wissensaustausch. Mathematischen zeigt er auf, das nach drei Itterationsschritten dieses Prozesses bis zu 90% der Informationen ausgetauscht wurden. Das Ganze ist so vielversprechend, sodass es bereits als Produkt Syntegration® vom Malik Management Zentrum St. Gallen vermarktet wird. Ähnlich deBuckmuinster Fuller Briefmarker Walt-Disney-Strategie, in der es drei Rollen gibt (Träumer, Realist, Kritiker) gibt es hier die Rollen “Bearbeiter”, “Kritiker” und “Beobachter”. Inspiriert wurde Stafford Beer damals von hyperstabilen Dreiecksstrukturen, die der Architekt Buckminster Fuller für seine Domes verwendet hatte. Aber zurück zur Ikosaeder-Struktur, welche auf 30 Teilnehmer und 12 Themen beschränkt ist. Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, diese Struktur so zu erweitern, das sie auf größere Organisationen als Ganzes anwendbar wird. Dabei denke ich an einem dreidimensionalen Raum, in dem sich mehrere Ikosaeder befinden. Durch das hinzufügen einer weiteren Dimension, und zwar der Zeit und der Bewegung der Ikosaeder im Raum müsste es eigentlich machbar sein, das die Ikosaeder im Raum fliegen und sich von Zeit zu Zeit “treffen”. Über sogenannte

Pilerelation, Seite 45 in Ralfs Papier

Kontaktpunkte der einzelnen Ikosaederstrukturen könnte dann das “Wissen1 fließen”. Eigentlich müsste man diese Idee wirklich weiterspinnen !!!! Außerdem müsste man die Rolle von Pile evaluieren. Als ich kürzlich Ralf’s Papier “A Journey Into The Pile Universe” (Seite 45) las, war ich ganz überrascht darüber das ein PileSpace mit seinen Relationen nichts anderes als Dreiecksstrukturen speichert !!!! Eine Pile-Relation, hier die Relation AB=(A,B) bildet nichts anderes als eine Dreiecksstruktur ab. Der gerichtete Pfeil zwischen A und AB bezeichnet einen sog. “normativen Parent”. Die Verbindung mit dem Punkt zwichen AB und B beschreibt einen sog. “assoziativen Parent”. Leider weiss ich noch nicht wofür das gut ist. Bisher habe ich folgendes verstanden: Wenn wir einen Text ‘ABCDEFG’ hätten und diesen sequentiell von einer PileEngine assimilieren lassen würden, dann würde die Relation AB für die sog. Terminalvalues A und B bzw. Tops entstehen. Sowas, für was kategorisiert man eigentlich? Jetzt ist dieser Artikel doch in den Kategorien IT, Bücher, Kybernetik und PileSystems gelandet. Kann es wohlmöglich sein, das kybernetisch alles mit allem irgendwie verbunden ist ? :-)


1 Dabei ist Wissen für mich an ein Individuum gebunden und ist eine persönliche Konstruktion dieses Individuums. Wissen ist deshalb für mich stets abhängig vom Erfahrungs- und Bedeutungskontext der Person die das Wissen konstruiert. Demnach existieren für mich keine Wissensmanagement oder Knowledge-Management-Systeme sondern nur Informationssysteme und Content-Management-Systeme. Im strengen Sinne kann somit auch kein Wissen von Person A nach Person B fließen. Ebenso steht kein Wissen in Büchern. Person A kann vielmehr durch Signale wie Sprache Informationen formulieren (modellieren), welche vom Beobachter wahrgenommen werden, der daraus sein eigenes Wissen konstruiert. So behaupte ich z.B., das kein Mensch sein Wissen über das Autofahren durch ein Text oder eine andere Form so explizit machen kann, das die empfangende Person anschließend so Autofahren kann, wie die Person die ihr Wissen über das Autofahren explizit gemacht hat.

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