demoscene


Hier ist die Antwort, gut gemacht. Danke Michael, für den Hinweis:

Mit ist schon länger bewusst, das hier die Kunst von morgen entsteht! Manchmal verstehen mich die Leute nicht. Endlich eine Bestätigung. Liebes Farbrausch-Team, lieber Steeler, was haltet ihr davon, ein Museum für Multimedia-Art in Second Life zu installieren? Ich bin dabei.

Kleines BambusdidgeRob Hubbard, nicht zu verwechseln mit Ron Hubbard der Scientologen, ist für viele sehr unbekannt, für eine andere Gruppe vieler Personen eine lebende Legende. Zu seiner Zeit, es war um und ab 1982, entwickelte der Virtuose auf einem “minderbemittelten” Instrument Musikstücke, die den Klangqualitäten eines archaischen Instrumentes wie dem Didgeridoo, um Welten hinterherhinkten, obwohl das Didgeridoo viel älter ist als ein Computer (eine Kostprobe auf meinem Bambusdidigeridoo könnte ihr Euch hier anhören). Ich benutze bewusst die Wörter Instrument statt Musikinstrument und entwickeln statt komponieren. Denn, die Arbeiten, die Musikstücke Ron Hubbards wurden damals auf dem Commodore C64 von ihm programmiert. Vermutlich wurden diese Kompositionen von Profis damals nicht eines halben Ohres gewürdigt. Nur eine kleine Gruppe Compterfreacks, zu denen ich auch zählte, schwelgten in der piepsigen, schrillen Musik die noch aus dem Lautsprecher des Fernsehers schallten. Denn Sie konnten vermutlich die Arbeit würdigen, mit einem so “armen” (Musik)Instrument wie einem Computer mit seinen rudimentären und einfachen Funktionen, dem CC64 Orchestraommodore C64, überhaupt Töne zu entlocken. Heute, 2006, 24 Jahre später, werden die Kompositionen Rob Hubbards durch ein echtes Orchester gewürdigt, dem C64 orchestra. Ich freue mich außerordentlich für Rob Hubbard, herzlichen Glückwunsch, Rob. Ich danke dem C64 Orchestra, das es die Musik Rob Hubbards nun, 24 Jahre später, diese Musik auch ”normalsterblichen Ohren” zugänglich macht. Wenn ihr auf das Bild klickt, spielt sich ein Video ab, auf dem könnt ihr im Intro das Original vor etwa 24 Jahren hören, danach das heutige :-)

Unglaublich, gerade nochmal “nachgegoogelt”. Hier ein paar tolle Links:

  • C64er Musik-Blog
  • Nectarine, ein Radio-Portal mit alter und neuer Computermusik
  • Wenn man in Google nach sog. SID-Tunes, C64 music, musik sucht, wird man ebenfalls fündig bzgl. alter Computermusik

 

… am 20. April hörte ich auf dem GfWM-Event den Beitrag “What’s in it for me? Weblogs als Personal Knowledge Management Tools” von Dr. Jochen Robes. Am 16. Mai schrieb ich meinen ersten Blog-Artikel. Das ist jetzt fast 2 Monate her. Zuerst verstand ich nicht so ganz, was Wissensmanagement mit Bloggen zu tun hat. Insbesondere weil ich über die letzten Jahre hinweg immer stärker zwischen Informationsmanagement und dem Begriff “Wissen” differenzierte. Wenn ich von Wissen spreche, bringe Madonnas Blogich das immer mit Kognition, Sozialisation, Psychologie, … und immer mit starken Bezug auf den Menschen in Verbindung. Wenn ich von Information bzw. Informationsmanagement spreche, dann denke ich an durch Kognition explizit gemachte Texte, Sprache, Bilder, … die ich dann speichern kann. Diese Texte, Sprache, Bilder sind für mich nicht Wissen, sondern Information! Sie sind für mich nicht Wissen, da niemals der individuelle Erfahrungskontext der Person von dem die Information stammt in einer Maschine gespeichert werden kann. So habe ich seit Jahren zum Beispiel noch keine wirklich gute Ablagestruktur gefunden für all die Informationen und Papers die ich lese. Das ist, und das habe ich vor kurzem erst realisiert, beim Bloggen anders. Wenn ich z.B. eine interessante Information, ein Paper oder sonstiges finde, von dem ich denke, das müsste ich doch festhalten, dann konstruiere ich einen Blog-Artikel zu diesem Thema und speichere diese Information, inklusive Artikelkontext in meinem Blog. Das hat wirklich eine ganz andere Qualität. Dazu kommt, das durch das Teilen der Information über den Blog, Mensch-zu-Mensch-Kommunikation zustande kommt. Durch diese Reflektion/Kommunikation wird dann tatsächlich Wissen (im Kopf) erzeugt. Natürlich gibt es in Unternehmen Informationssysteme die genau dies auch fördern (Vorsicht: keine Wissensmanagementsysteme, denn die gibt es nicht). Die Frage ist jedoch immer die der Motivation. Und hier liegt der Unterschied zum Blog. Ein Blog ist meines Wissens immer freiwillig und intrinsisch motiviert ! Also eine tolle Sache. Und was habe ich heute sonst noch so im Internet zum Thema Blogging entdeckt? Tatsächlich, den persönlichen Blog von Madonna. Und diesen findet ihr hier. Wenn ich mir das Video “Get Together” auf Ihrem Blog-Eintrag vom 06.07.2006 unter dem Titel Logan & “Get ToDemoSceneTVgether” anschaue, errinnert mich die multimediale virtuelle 3D-Darstellung des
Videos an die Produktionen der sogenannten Demoscene. Vergleichbare Produktionen gibt es dort schon seit Jahren. Einen Geschmack der multimedialen Kunstwerke kann man sich unter www.demoscene.tv holen. Hier lohnt es sich wirklich einmal reinzuschauen. Ihre Ursprünge hat die Demoscene in den 80ern, damals haben junge, kreative Menschen ihr Können am Computer durch solche “Kurzfilme” demonstriert. Diese Produktionen nannten sich schlicht und kurz “Demo” oder “Intro”. Mittlerweile ist die Scene so professionell organisiert, das es jährliche Events mit sogenannten Demo-Competitions gibt. Am bekanntesten ist die Assembly in Finnland und die Breakpoint bei Bingen. Die ganz alten Demo-Produktionen aus den 80er-Jahren haben so einen Kultstatus gewonnen, das die Programme, ursprünglich auf Commodore 64er-Computern und AMIGA-Computern programmiert, als Flash-Animationen reproduziert werden. Diese Produktionen sind ebenfalls sehenswert, wenn man die Entstehungsgeschichte solcher Multimedialen Filme nachvollziehen möchte. Zwei ausgesprochene gute Seiten sind unter http://www.flashtro.com für alte Amiga-Produktionen und unter http://www.docsnyderspage.de für Commodore 64er-Produktionen zu finden. Aus dieser Bewegung sind u.a. Vereine zur Erhaltung dieser “digitalen Kultur” entstanden (siehe http://www.digitalekultur.org). 

Zurück zum Blog und zum Wissensmanagement. Ich habe jetzt diesen Artikel konstruiert, Informationen aus meinen Erfahrungskonext explizit gemacht. Mehr noch, ich habe relativ neue Erfahrungen (Blog-Vortrag von Jochen Robes, Fund des Madonna-Blogs) mit alten Erfahrungen u.a. durch die Anwendung meines Blogs kognitiv vernetzt und explizit gemacht. Ich nenne das “Assoziationsfloaten”. Wenn ich künftig nach einen der folgenden Begriffe oder Webseiten suche, werde ich zuerst nach diesen Blog-Artikel als Prospekt zum ISCT-WeltkongressAusgangspunkt suchen. Besser als jede Verzeichniss-Abkagestruktur. Die folgenden Begriffe sind hier nicht mit einer “Verschlagwortung” von Meta-Suchbegriffen zu verwechseln. Es geht um die kognitive Vernetzung von Neuem mit Altem, sowie die Konstruktion der Assoziation durch das explizit-machen durch einen Blog (!). Hier ein Auszug aus den Assoziationen dieses Artikels: Demoscene, Flashtros, Blog/Jochen Robes, Seite der GfWM, ISCT-Weltkongress, Wissensmanagement, Lernen, Assoziationsfloaten, Madonna …

Um Madonna geht es übrigens auch auf dem ISCT-Weltkongress über Konstruktivismus, Kybernetik 2. Ordnung und Autopoisies am 11. bis 12. November in Wien. Das Prospekt zum Kongress gibt es als download auch hier.

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