Kybernetik


Eben erst entdeckt: Prof. Kurse beschreibt hervorragend das notwendige Zusammenspiel zwischen Kybernetik 1. Ordnung in der Wirtschaft (Messen, Steuern Regeln) und den neuen Paradigmen der Kybernetik 2. Ordnung (Konstruktivismus), wie kollektive Intelligenz, Vernetzung und Sinnstiftung.



 

Ich glaube zunehmend, dass sich “übersummative Strukturen der kollektiven Intelligenz”, der Steuerbarkeit wegen, früher oder später, zu hierarchischen Strukturen hin entwickeln, zumindest teilweise. Das zeigt zumindest die gegenwärtige Beobachtung von Wikipedia Deutschland.

Heute ist der Abschied eines wunderbaren Menschen: Peter Krieg. Peter ist am 22.07.2009 an den Folgen einer schweren Operation gestorben. Peter hat unter anderem das Buch “Die Paranoidie Maschine” geschrieben, außerdem beschäftigte er mich sehr mit Pile Systems in den letzten Jahren.



Da gibt es nicht viel zu sagen, inspiriert durch Second Life



soeben gesichtet von Timo Heuer und Robert Dürhager

und über intuitive Experten von heute und von gestern und über die Messbarkeit kollektiver Intuition :-) (via)



Auseinandersetzend mit der Frage, was eigentlich das 3D-Internet ist, funktional, philosophisch – nicht technisch … kam ich auf die Frage, was ist eigentlich das Internet und was ist eigentlich das Web?

Im Dialog mit Michael Wald, kam ich dazu, dass das Internet eine Infrastruktur ist, die Haushalte verbindet – oder allgemeiner noch, Menschen.

Was aber ist das Web (WWW)? Dazu fällt mir die Seite unmarkedspace.net ein. Das Web ist eigentlich nur eine weiße, zweidimensionale Seite. Was Subjekte daraus machem, bleibt dem Menschen überlassen. Durch einen Klick auf die weiße Fläche auf unmarkedspace.net wird dies klar :-) Jedesmal kommt man woanders raus :-)

Es liegt also “im Auge” des Betrachters, was er sieht und denkt, wenn er mit seiner Kreativität den weißen Raum füllt! Als Amazon Chef Jeff Bezos damals sagte, ich fülle diesen Raum mit einem Büchershop, wurde er ausgelacht :-)

Eine meiner größten Herausforderungen wird weiterhin sein, mich in meiner Sprache und in meinem Tun so auszudrücken, dass ich genügend Anschlussstrukturen an meine Wirklichkeitskonstruktionen für andere anbieten kann.

In Zeiten des Web 2.0, des Cyberspaces und der Kybernetik 3. Ordnung, erscheint mir dies umso schwieriger, je stärker sich die Digital Divide 2.0 entwickelt und sich eine digitale Elite innerhalb einer digitalen Elite herauskristalisiert.

Be-Sinnung, Andreas Mertens um die Weihnachtsfeiertage 2008

… aber man kann Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Kultur verändern kann. Ein interessanten Beitrag liefert hierzu Prof. Peter Kruse (via filtertraum.de):



Er geht hier auch die Erzeugung von Unterschiedlichkeit ein, Rahmenbedingungen, indirekte Möglichkeitsräume, sowie der Assimilation und der Akkommodation. Er spricht hier auch von Prozessmusterwechsel, die ich ebenfalls für extrem wichtig halte für moderne, innovative Unternehmen. Ich behaupt sogar, dass künftig nur diejenigen großen Tanker (Konzerne) überleben, die Prozessmusterwechsel schnell genug vollziehen können, um sich fluide an den Marktbedingungen anpassen zu können. Es steht ein Paradigmenwechsel an, wenn wir nicht schon mitten drin sind!

Dabei ist mir aufgefallen, das ich bei Pile immer von der Assimilation von Daten gesprochen habe. Ich vermute, das Pile von äußerlich Daten assimiliert, sie allerdings intern akkommodiert. Das war mir bisher so nicht bewußt, ist aber eine wichtige Erkenntnis und macht Pile noch attraktiver !

Kürzlich bin ich auf einen sehr interessanten Graduiertenkolleg in Paderborn gestoßen. Der Graduiertenkolleg beschäftigt sich mit sog. Automatismen. Automatismen sind nicht planbare – aber effiziente und effektive – Prozesse (sofern man von Prozessen sprechen darf). Für Automatismen sind u.a. auch strukturbildende Informationsflüsse zwischen Individuen relevant.

Soeben bin ich auf dieses äußerst interessanten Beitrag gestoßen. Man beachte hier die Kybernetik! :-)



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