LawsOfForm


Haben wir uns nun verstanden oder haben wir uns nicht verstanden? Nur weil das klar ist, unterhalten wir uns noch! (Dirk Baecker)

Einfach großartig. Hier die Videos mit Dirk Baecker über Gabriel de Tarde, Émile Durkheim, Max Weber und Niklas Luhmann in der Prime Time Spätausgabe via autopoiet.





Auseinandersetzend mit der Frage, was eigentlich das 3D-Internet ist, funktional, philosophisch – nicht technisch … kam ich auf die Frage, was ist eigentlich das Internet und was ist eigentlich das Web?

Im Dialog mit Michael Wald, kam ich dazu, dass das Internet eine Infrastruktur ist, die Haushalte verbindet – oder allgemeiner noch, Menschen.

Was aber ist das Web (WWW)? Dazu fällt mir die Seite unmarkedspace.net ein. Das Web ist eigentlich nur eine weiße, zweidimensionale Seite. Was Subjekte daraus machem, bleibt dem Menschen überlassen. Durch einen Klick auf die weiße Fläche auf unmarkedspace.net wird dies klar :-) Jedesmal kommt man woanders raus :-)

Es liegt also “im Auge” des Betrachters, was er sieht und denkt, wenn er mit seiner Kreativität den weißen Raum füllt! Als Amazon Chef Jeff Bezos damals sagte, ich fülle diesen Raum mit einem Büchershop, wurde er ausgelacht :-)

Eine meiner größten Herausforderungen wird weiterhin sein, mich in meiner Sprache und in meinem Tun so auszudrücken, dass ich genügend Anschlussstrukturen an meine Wirklichkeitskonstruktionen für andere anbieten kann.

In Zeiten des Web 2.0, des Cyberspaces und der Kybernetik 3. Ordnung, erscheint mir dies umso schwieriger, je stärker sich die Digital Divide 2.0 entwickelt und sich eine digitale Elite innerhalb einer digitalen Elite herauskristalisiert.

Be-Sinnung, Andreas Mertens um die Weihnachtsfeiertage 2008

ich muss sagen, genau das ist eines meiner aktuellen Themen: Wann schließe (konzentriere) ich mich hochgradig auf ein Thema und wann öffne ich mich gegenüber meiner Umwelt, um zum Beispiel neue Anschlussstrukturen zu bilden. Hier zwei nette YouTube-Videos von Dirk Baecker:





HvF über die Laws of Form im Film von Lutz Dammbeck:



Und hier der Amazonlink für alle die es kaufen wollen :-)

Kürzlich bin ich auf einen sehr interessanten Graduiertenkolleg in Paderborn gestoßen. Der Graduiertenkolleg beschäftigt sich mit sog. Automatismen. Automatismen sind nicht planbare – aber effiziente und effektive – Prozesse (sofern man von Prozessen sprechen darf). Für Automatismen sind u.a. auch strukturbildende Informationsflüsse zwischen Individuen relevant.

via Filtertraum bin ich heute auf diesem spannenden Film von Peter Russel gestoßen, zum Thema Gaia-Hypothese:



In dem berühmten Glasperlenspiel von Hermann Hesse steigt Josef Knecht im Orden von Kastalien zum Glasperlenspieler auf. Mir scheint, dass das Werk auch voller formtheoretischen Denken steckt. Dies ist mir heute aufgefallen an folgender Textpassage im achten Kapitel. Der Meister spricht zu Josef Knecht:

Die strengen Fachwissenschaftler verachten es – und auch manche Musiker tun es, denn ihm fehle jener Grad der Strenge in der Disziplin, den die Einzelwissenschaften erreichen können. Nun gut, Du wirst diese Gegensätze kennen lernen und wirst mit der Zeit entdecken, dass es nicht Gegensätze der Objekte sind, sondern der Subjekte. Denn in Wirklichkeit, dass heißt in den großen Seelen und überlegenen Geistern, gibt es diese Leidenschaft nicht. Jeder von uns ist nur ein Mensch, nur ein Versuch und unterwegs. Er soll aber dorthin unterwegs sein wo das Vollkommene ist, er soll ins Zentrum streben, nicht an die Pheripherie.

Merke Dir: Man kann strenge Logiker oder Grammatiker, und dabei voll Phantasie und Musik sein. Man kann Musikant oder Glasperlenspieler und dabei ganz Hingabe an Gesetz und Ordnung sein. Der Mensch den wir meinen und wollen, der zu werden unser Ziel ist, würde jeden Tag seine Wissenschaft oder Kunst mit jeder anderen tauschen können. Er würde im Glasperlenspiel die kirstallenste Logik aufstrahlen lassen und in der Grammatik die schöpferischste Phantasie. So sollten wir sein, man sollte uns zu jeder Stunde auf einen anderen Posten stellen können, ohne das wir uns dagegen streuben und verwirren lassen.

… die Gegensätze der Subjekte … drückt für mich neben einem konstruktivistischen Ansatz auch aus und das die Subjekte zwei Seiten einer Unterscheidung im Spencer-Brownschen Sinne sind und es darauf ankommt auf welcher Seite ich stehe, bzw. welche Seite gerade markiert ist …

Außerdem wäre es zu schön, wenn alle Menschen Glasperlenspieler wären, denn dann wären die aktuellen Diksussionen über die Schließung des Nokia-Standortes in Bochum obsolet:

So sollten wir sein, man sollte uns zu jeder Stunde auf einen anderen Posten stellen können, ohne das wir uns dagegen streuben und verwirren lassen.

Was aber wäre dann mit dem Expertentum und mit unserem Trivialisierungsanstalten (Schulen) im Sinne HvF?

Können einmal gemachte Unterscheidungen rückgängig gemacht werden? Oder gibt es nur Re-Entries?

Was, wenn Grenzen verschwimmen, aufweichen, wie aktuell mit Second Life und die Grenze zwischen Virtualität und Realität?

siehe auch hier.

jetzt reichts! Mittlerweile bin ich über den Tag so stark beschäftigt mit dem Sichten meines E-Mail-Fachs, dass es vor lauter Spam keinen Spaß mehr macht. Das Unterscheiden zwischen Spam- und Nicht-Spam-Emails ist lästig und durch die Spam-Datenflut entseht ein beträchtliches Spam-Rauschen, wodurch mir auch schon wichtige E-Mails einfach durch die Lappen gegangen sind. Also musste endlich ein vernünftiger SPAM-Filter her, welcher inhaltlich E-Mails prüft und über einen Server Blacklists automatisch aktualisiert. So und nun habe ich auch einen Spam-Filter im Einsatz (30-Tage-Testversion). Es ist der SPAMFightrer. Bisher scheint er gut seine Dienste zu vollbringen, ich werde weiter berichten. Aber ich bin nicht auf Outlook in Kombination mit dem SPAMFighter festgefahren. Wenn jemand gute Tipps und Empfehlungen hat, die sind immer willkommen. Gerne auch OpenSource/FreeWare-Lösungen.


Achja, bzgl. der LoF erscheint mir die Unterscheidung zwischen Spam und Nicht-Spam-Email eine höchst subjektive Sache zu sein. Viagra oder nicht Viagra ist hier die Frage :-), wenn ich mal in meine Spams reinschaue. Bzw. eigentlich nur Viagra, Viagra, Viagra, …. Bringt dieser Mist den Spammern eigentlich etwas? So jetzt habe ich das Schlüsselwort VIAGRA bei mir auf dem Blog (!) Das wird indexiert! Was das wohl für Auswirkungen auf den Zugriff meines Blogs haben wird! Ohje ohje …… Bitte keine DDoS ….. ein frohes Fest (!)

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