LawsOfForm


Postheroisches ManagementEs funktioniert! Wie kommt man an Bücher, die nicht mehr verlegt werden und die man nicht im Antiquariat findet? Bei Amazon, über die “Gebraucht vorbestellen”-Funktion. Kalkül der Form, von Dirk Baecker, erschienen 1993 im Suhrkamp Verlag ist nicht mehr so einfach zu bekommen. Gestern kam eine Amazon-Mail, dass mir das gebrauchte Buch in Kürze ausgeliefert wird. Wenn wir schon bei Baecker sind, vielleicht ein kurzer Tipp: Postheroisches Management. Ein Vademecum. Das Buch besteht aus zahlreichen kurzen Aufsätzen, wie z.B. die provokante Geschichte mit der Analogie des “gekochten Frosches”: Versucht man einen Frosch in kochend heißes Wasser zu werfen, wird dieser mit allen Kräften versuchen sich zu wehren. Setzt man einen Frosch in für ihn wohltemperiertes Wasser und erhitzt dieses Wasser schrittweise, wird er es nicht merken und sterben. So wie mit Veränderungsprozessen in Unternehmen, Gesellschaft und Politik.

Toller Beitrag von Daniel zum Thema Laws of Form. Jaja ich weiss, mein eigener Blog ist etwas mutiert, aehm oder gewachsen? Angefangen hat alles mit GSB und den Laws, dann kam Pile, dann Kybernetik, dann IT …. es hängt halt doch alles Zusammen durch die Unterscheidung bzw. die Form als Ganzes :-)

… Laws of Form, Luhmann, Spencer-Brown, Strukturelle Kopplung, …. Jenseits des Kanals. Ein interessanter Kurzartikel von Daniel Lüdecke mit abrupten Ende :-)

Lieber Klicker!

Du hast geklicked, obwohl Du nicht klicken solltest.

Willkommen auf meinen Blog www.lawsofform.de. Auf diesem Blog beschäftige ich mich u.a. mit der Unterscheidung. Die Laws, kurz LoF, auch Indikationskalkül genannt, ist eine Theorie von George Spencer-Brown. Von einer Einfachheit mit magischer Anziehungskraft.

Über den Zusammenhang zwischen der Google-Werbung und diesem Blog möchte ich folgendes herausfinden:

  1. Warum Klicken Leute auf den Vakuum-WerbeLink  ?
  2. Welche Anziehung und Bedeutung hat das Wort Unter-Scheidung ?
  3. Welcher Zusammenhang besteht zwischen (1) und den LoF von George Spencer-Brown ?

Im Sinne der LoF übertrage ich jetzt einmal die Google AdWords-Werbung als Unterscheidung und einer Markierung. Auch der rechten Seite hebt sich etwas ab. Dadurch, das ich aber keine gängige Werbung (Markierung) angebracht habe wie “Beratung, Dienstleistunger, Produkt A, B, C” sondern “Das Nichts – unknown marked space, Grenzüberschreitung” besteht das Experiment darin eine Art Vakuum zu erzeugen, also eine Art “unmarked space” oder besser gesagt einen “marked unknown space” (M-U-S).

Ich bin gespannt ob es klappt. In Kürze werde ich die Ergebnisse hier veröffentlichen.

Bis dahin lieber “Bitte nicht klicken”-Klicker, lade ich Dich ein Dich weiter umzuschauen, z.B.

  1. Über die Laws of Form
  2. Über das Abenteuer Kybernetik

Mit kybernetischen Grüßen,

Andreas

 

 

Google ist echt magisch und kybernetisch. Ich habe jetzt eine Weile mit den Google-Produkten Google AdSense und AdWords gespielt. Dabei habe ich festgestellt, das ich innerhalb weniger Stunden auf der rechten Seite der Google-Ergebnissseite 2500 Impressionen habe, aber keine Klicks, während ich auf einer anderen Seite von mir (www.boersenwurm.de) 3 Klicks auf 300 Impressionen erhalte (!). Was passiert wohl, wenn ich den Banner ein wenig verändere, indem ich ihn umfunktioniere. Die Idee ist, nicht direkt zu bewerben, sondern eher eine “Art” Vakuum zu erzeugen, sodaß der Betrachter (1) nicht weis, was sich hinter der Textwerbung befindet und (2) dazu noch angehalten wird nicht auf den Link zu klicken? Wird er klicken? Kann man so Klicks erzeugen? Aus diesem Grund folgt geich ein weiterer Eintrag, auf den ich über die “Vakuum”-Textanzeige von Google verlinke (!)

In seinem Beitrag “Die Auswahl an Auswahl” schreibt Sedat, das Gedanken immer etwas be-wirken und diese nicht mehr ent-denkt werden können, also irreversibel sind und seine Wirkung haben. In diesem Sinne bestimmt sich ein Individuum durch seine eigenen Gedanken sowie “der Brücke” zwischen Gedanken und Handeln. Ich kann vieles Denken aber nicht unbedingt “umsetzen”, indem ich handle. So kann ein Profiler Greultaten denken und ein Täter kann Greultaten denken. Der Unterschied liegt auf der Hand: der Täter setzt sie leider in Handlungen um. In diesem Artikel möchte ich unterscheiden zwischen den eigenen Gedanken und eigene Gedanken die in Handlungen münden. Ich möchte also Unterscheiden zwischen Gedanken/Kognition und dem was man tut. Ich spreche oft von Wirklichkeitskonstruktionen und möchte, um den Unteschied zu markieren, von kognitiver

LoF JPG Individuum

Wirklichkeitskonstruktion und physischer Wirklichkeit sprechen. Häufig erlebe ich in persönlichen Gesprächen durch den Gebrauch des Wortes Realität oder durch die Aussage “ich bin Realist” eine Objektivität, die für mich eine Absolutheit vortäuscht, der ich als Konstruktivist mit subjektiver Sichweise nicht zustimmen kann. Deshalb versuche ich das Wort Realität zu vermeiden und spreche lieber von Wirklichkeiten in den die jeweiligen Individuen wirken können.

Zurück zur Unterscheidung “kognitiver Wirklichkeit” und “physischer Wirklichkeit”. Zwischen dem was ich denke und dem was ich tue gibt es also einen Unterschied, man denke an Greultaten, Täter und Profiler. Auf der einen Seite ist es gut, dass sich nicht alle Gedanken in der physischen Wirklichkeit manifestieren. Auf der anderen Seite schränkt es uns aber auch allzuoft ein. Denke ich an “Persönliche Entwicklung”, “Veränderungsarbeit”, “Selbständig machen”, … dann höre ich oft “man könnte”, “man sollte” und an Umsetzung mangelt es, statt dessen wird unglaublich viel Energie aufgewendet um Entschuldigungen, Kritik, Ausreden und Gründe zu finden, warum man dies oder jenes doch nicht tun sollte. Dabei sind dies genau die Grenzen an denen wir wachsen. Ein Stück weit die Gedankengrenze überschreiten und tun, obwohl “irgendein innerer Rratio” wieder eine Entschuldigung oder Ausrede gefunden hat. Schön finde ich im Zusammenhang auch die Aussage “Der ist ein Macher”. Oft ist das Gute so nah und trotzdem traut man sich nicht – AHA – kommt hier evtl. auch mangelndes Selbst-Bewusstsein zu Tage, welches der “innere Ratio” nutzt, um keinen Macher entstehen zu lassen, sondern ein Lamm zu erhalten? Diese Frage beantwortet sich am Besten jeder selbst.

Das Sehen-Lernen, Hören-Lernen, Riechen-Lernen, Fühlen-Lernen und Schmecken-Lernen meiner eigenen Wirklichkeitskonstruktionen und der Wirklichkeitskonstruktionen anderer spielt eine besondere Rolle in meiner persönlichen Entwicklung. Schreibt man die (Objektivität) in Klammern wie Maturana und hat man ersteinmal einen Zugang zum Konstruktivismus bekommen dann ist eine Tomate nicht mehr eine Tomate, sondern die Tomate des Betrachters, dann stellt sich die Frage “Wie konstruiere ich meine Wirklichkeit” (meine Tomate). Als Informatiker und Kybernetiker habe ich dann sehr bald Parallelen gefunden zwischen Begriffen wie Modell, Modellbildung, Modellierung und Wirklichkeitskonstruktionen, Sprache, Kognition. Informatiker beispielsweise versuchen mit entsprechenden Modellierungsmethoden eine beobachtete Wirklichkeit als Modell abzubilden, bevor Sie eine Software entwickeln. Z.B. mit UML, der Unified Modelling Language. Der “über den Tellerrand schauende” Informatiker bemerkt schnell, dass hier mit UML eine Wirklichkeit nicht hinreichend abgebildet werden kann. Denn: fehlen dem UML-Modellierer oder dem Analytiker die sprachlichen Fertigkeiten, um die richtigen Fragen zu stellen, dann wird an der Wirklichkeit des Kunden mit UML “vorbeimodelliert”. Eine weitere wesentliche Rolle in meiner persönlichen Entwicklung geht deshalb aus der Entdeckung und Auseinandersetzung mit Veränderungsarbeit in der Theraphie hervor. Hier wurden Fragetechniken entwickelt, um die Wirklichkeit des Gegenübers zu explorieren. Ganz besondere Veränderung des subjektiven Erlebens (Cover)Bedeutung haben dabei die Arbeiten Milton Erickson‘s, Virgina Satir, John Grinder, Richard Bandler, Fritz Perls, Gregory Bateson. Besonders beeindruckt haben mich u.a. die Werke Metasprache und Psychotherapie (Struktur der Magie I), Kommunikation und Veränderung (Struktur der Magie II) sowie zur eignen Wirklichkeitskonstruktion bzw. Wirklichkeitsmodellierung das Buch Veränderung des subjektiven Erlebens. Aus diesen Werken entstand das sogenannte Milton-Modell, welches Therapeuthen u.a. dazu befähigt, in der Oberflächenstruktur der Sprache des Gegenübers Verallgemeinerungen, Tilgungen und Verzerrungen zu hinterfragen und um damit Details der dahinterliegenden Erfahrungen zu elizitieren. Linguisten sprechen von der Tiefenstruktur. Letzteres Buch verschafft eine gute Übersicht über die Möglichkeiten zur feinen Modellierung eigener Wirklichkeitskonstruktionen durch Anwendung der sog. NLP-Submodalitäten in den VAKOG-Repräsentationssystemen. Sehr interessant sind selbstverständlich auch die Weiterentwicklungen des NLP. Erst kürzlich habe ich das Dokument Welt-Entwurf durch Sprache von Dr. Rudolf Kaehr durch Sprache unter http://www.thinkartlab.com/ entdeckt (Polykontexturale Logik).

Ich kann mir dabei nicht verkneifen, davor zu warnen, dass die Lektüren über “Konstruktivismus-Tools” im positiven Sinne süchtig machen und beim Umsetzen und Ausprobieren einen Schub in der persönlichen Veränderungsarbeit auslösen, mit kybernetischer Nachhaltigkeit :-) Seit dem verbinde ich Dinge mehr denn je miteinander …

Formumwandlerund es gab ihn doch schon, einen LoF-Editor in den Weiten des Internets …. Andreas Vogel schrieb mich an, um mich auf seinen LoF-Editor hinzuweisen, sogar mit Termumformung (!). Deshalb hier schnell verlinkt.

Matthias Kissel hat eine gute Einführung in die Gesetze der Form (GdF) auf seiner Homepage geschrieben.

Gesellschaftsform… klein aber fein - da ist ER! Mein kleiner Laws Of Forms Term Editor in der Version 0.1. umfasst 13 Klassen. Re-Entry-Haken kann der Kleine noch nicht. Vermutlich wird er es aber lernen. Wenn ich mir jedoch das “Monster” in der deutschen Übersetzung der Laws von Thomas Wolf auf Seite 56 anschaue, möchte ich das nicht wirklich. Da sind mir die Re-Entry-Haken in Dirk Baeckers Buch “Form und Formen der Kommunikation” viel sympatischer. Mal schauen …

Vielen Dank an Daniel Lüdecke (www.danielluedecke.de) für das “Beta-Testing”. Bei der Gelegenheit möchte ich auf seinen Zettelkasten nach Luhmann verweisen, den ich jedoch selbst noch nicht getestet habe, aber ansteht!

Downloads

  1. Web-Installation mit Java WebStart 
    Beim Sicherheitshinweis mit “Ja” bestätigen. Ihr müsst mir vertrauen :-)
  2. JAR-Archiv für Java-Cracks
    Unsigniertes JAR-File, von der Kommandozeile mit java -jar lofeditor.jar aufrufen
  3. Formen von George Spencer-Brown, Dirk Baecker und Felix Lau
    Zip entpacken und mit LoFTe laden

Sonst noch was? Achja, Java in der Version 1.5 *required* :-)

 

LofTe First Screenshot

Jetzt ist er geboren: Der Laws of Form Termeditor – kurz LoFTe. Er ist zwar noch nicht downloadreif, aber folgende Dinge funktionieren bereits:

  • Zeichnen und verschachteln von Crosses beliebiger Tiefe
  • Einsetzen von “Variablen” in Crosses
  • Automatisches Skalieren und Re-Skalieren des Ausdrucks, sobald dieser verändert wird
  • Sich innerhalb des Ausdrucks bewegen mit den Cursortasten (links/rechts in einer Ebene, hoch/runter um sich eine Ebene hoch oder runter zu bewegen)
  • Löschen von Crosses und “Variablen”
  • Verschieben eines Crosses und der darunterliegenden “Kindern” und von ”Variablen” mit Strg+Cursor links/rechts 

Bevor ich LoFTe zum Download bereitstelle möchte ich noch folgende Dinge implementieren:

  1. Speicherfunktion, um Ausdrücke in XML-Files speichern zu können
  2. Ladefunktion, um bereits gespeicherte Ausdrücke wieder zu laden
  3. Speichern des Ausdrucks als Bild (GIF oder JPG)
  4. Implementieren eines Ausdrucks mit “linker” und “rechter” Seite und einem Gleichheitszeichen (“=”) dazwischen

Dann denke ich werde ich die erste Version, noch ohne Re-Entry-Haken bereitstellen können.

« Vorherige SeiteNächste Seite »