lernen


… aber man kann Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Kultur verändern kann. Ein interessanten Beitrag liefert hierzu Prof. Peter Kruse (via filtertraum.de):



Er geht hier auch die Erzeugung von Unterschiedlichkeit ein, Rahmenbedingungen, indirekte Möglichkeitsräume, sowie der Assimilation und der Akkommodation. Er spricht hier auch von Prozessmusterwechsel, die ich ebenfalls für extrem wichtig halte für moderne, innovative Unternehmen. Ich behaupt sogar, dass künftig nur diejenigen großen Tanker (Konzerne) überleben, die Prozessmusterwechsel schnell genug vollziehen können, um sich fluide an den Marktbedingungen anpassen zu können. Es steht ein Paradigmenwechsel an, wenn wir nicht schon mitten drin sind!

Dabei ist mir aufgefallen, das ich bei Pile immer von der Assimilation von Daten gesprochen habe. Ich vermute, das Pile von äußerlich Daten assimiliert, sie allerdings intern akkommodiert. Das war mir bisher so nicht bewußt, ist aber eine wichtige Erkenntnis und macht Pile noch attraktiver !

Trifftet Deutschland immer mehr ab? Das G8-Konzept an deutschen Schulen hat versagt. Dabei ist es doch konzeptuell so einfach gewesen. Man streiche zeitlich ein Jahr und packe den Stoff dieses Jahres trotzdem mit rein.

Wozu brauchen wir auch hochqualifizierte Spitzenkräfte? Die wandern ja schließlich eh ab. Und deutsche Programmierer benötigt man sowieso nicht mehr, ein Inder kostet schließlich 1/6 einer vergleichbaren deutschen Arbeitskraft. Was bleibt da noch? Wirklich hochqualifizierte Kräfte können wir mit unserem maroden und verstaubten Bildungssystem sowieso nicht entwickeln.

Ein Chance sehe ich da doch noch. Eines bleibt uns noch! Deutschland könnte das Mallorca von morgen für China sein. Schließlich haben wir einiges an kulturhistorischen Orten zu bieten: die Römer, das Neanderthal usw. usf. Wenn wir uns auf diesen neuen Markt konzentrieren, auf den Kulturtourismus mit Zielgruppe China, dann könnte das was werden. Vielleicht unsere einizige Chance? Schließlich ist das ein riesiger Markt, wir holen einfach alle Chinesen rüber. Das einzige was wir tun müssen, wir müssen dafür höchst effiziente Prozesse entwickeln mit entsprechenden Durchlauf …

Tja, wenn das Bildungssystem versagt, müssen wir uns eben rechtzeitig auf die uns zukommenden Veränderungen einstellen!

Aus diesem Grund beschäftigt sich meine Masterstudentin mit diesem Business. Sie untersucht den chinesischen Mittelstand als Zielgruppe für den Deutschen Kulturtourismus im Web.3D.

Allerdings braucht man, um möglichst viele Chinesen mit dem deutschen Kulturtourismus zu bedienen, entsprechende Prozesse, Infrastruktur und Organisation … und dafür haben wir leider nur noch wenige bis keine qualifizierten Fachkräfte …. so ein Pech ….

Ich hoffe man spürt meinen Zynismus. Aber ich habe als Elternteil gerade ein anstrengendes G8-Wochenende hinter mir … und dabei bin ich mir sicher – mit solch undruchdachten Konzepten kommen wir leider nicht weiter …. Das lineare Denken deutscher Politiker ist einfach unglaublich !!!

Wau! Als ich dies hier gelesen habe, war ich beeindruckt. Diese Jugendlichen bauen sich Ihr eigenes Schulsystem. Respekt!

BitsWau! Meine Tochter, in der fünften Klasse, lernt das duale Zahlensystem. Das kam bei uns später. Die neuen Generationen werden nach Lehrplan immer früher an die neuen Technologien herangeführt. Okay … in dem Alter, also so um die 12, begann ich auch schon mit Bits & Bytes zu jonglieren, aber nicht inspiriert durch die Schule, sondern durch den Commodore 64. Ich errinnere mich heute noch daran, dass ich einem Schüler, der einige Klassen über mir war, stolz meinen Alorithmus in MC68000-Assembler präsentierte. (weiterlesen…)

… am 20. April hörte ich auf dem GfWM-Event den Beitrag “What’s in it for me? Weblogs als Personal Knowledge Management Tools” von Dr. Jochen Robes. Am 16. Mai schrieb ich meinen ersten Blog-Artikel. Das ist jetzt fast 2 Monate her. Zuerst verstand ich nicht so ganz, was Wissensmanagement mit Bloggen zu tun hat. Insbesondere weil ich über die letzten Jahre hinweg immer stärker zwischen Informationsmanagement und dem Begriff “Wissen” differenzierte. Wenn ich von Wissen spreche, bringe Madonnas Blogich das immer mit Kognition, Sozialisation, Psychologie, … und immer mit starken Bezug auf den Menschen in Verbindung. Wenn ich von Information bzw. Informationsmanagement spreche, dann denke ich an durch Kognition explizit gemachte Texte, Sprache, Bilder, … die ich dann speichern kann. Diese Texte, Sprache, Bilder sind für mich nicht Wissen, sondern Information! Sie sind für mich nicht Wissen, da niemals der individuelle Erfahrungskontext der Person von dem die Information stammt in einer Maschine gespeichert werden kann. So habe ich seit Jahren zum Beispiel noch keine wirklich gute Ablagestruktur gefunden für all die Informationen und Papers die ich lese. Das ist, und das habe ich vor kurzem erst realisiert, beim Bloggen anders. Wenn ich z.B. eine interessante Information, ein Paper oder sonstiges finde, von dem ich denke, das müsste ich doch festhalten, dann konstruiere ich einen Blog-Artikel zu diesem Thema und speichere diese Information, inklusive Artikelkontext in meinem Blog. Das hat wirklich eine ganz andere Qualität. Dazu kommt, das durch das Teilen der Information über den Blog, Mensch-zu-Mensch-Kommunikation zustande kommt. Durch diese Reflektion/Kommunikation wird dann tatsächlich Wissen (im Kopf) erzeugt. Natürlich gibt es in Unternehmen Informationssysteme die genau dies auch fördern (Vorsicht: keine Wissensmanagementsysteme, denn die gibt es nicht). Die Frage ist jedoch immer die der Motivation. Und hier liegt der Unterschied zum Blog. Ein Blog ist meines Wissens immer freiwillig und intrinsisch motiviert ! Also eine tolle Sache. Und was habe ich heute sonst noch so im Internet zum Thema Blogging entdeckt? Tatsächlich, den persönlichen Blog von Madonna. Und diesen findet ihr hier. Wenn ich mir das Video “Get Together” auf Ihrem Blog-Eintrag vom 06.07.2006 unter dem Titel Logan & “Get ToDemoSceneTVgether” anschaue, errinnert mich die multimediale virtuelle 3D-Darstellung des
Videos an die Produktionen der sogenannten Demoscene. Vergleichbare Produktionen gibt es dort schon seit Jahren. Einen Geschmack der multimedialen Kunstwerke kann man sich unter www.demoscene.tv holen. Hier lohnt es sich wirklich einmal reinzuschauen. Ihre Ursprünge hat die Demoscene in den 80ern, damals haben junge, kreative Menschen ihr Können am Computer durch solche “Kurzfilme” demonstriert. Diese Produktionen nannten sich schlicht und kurz “Demo” oder “Intro”. Mittlerweile ist die Scene so professionell organisiert, das es jährliche Events mit sogenannten Demo-Competitions gibt. Am bekanntesten ist die Assembly in Finnland und die Breakpoint bei Bingen. Die ganz alten Demo-Produktionen aus den 80er-Jahren haben so einen Kultstatus gewonnen, das die Programme, ursprünglich auf Commodore 64er-Computern und AMIGA-Computern programmiert, als Flash-Animationen reproduziert werden. Diese Produktionen sind ebenfalls sehenswert, wenn man die Entstehungsgeschichte solcher Multimedialen Filme nachvollziehen möchte. Zwei ausgesprochene gute Seiten sind unter http://www.flashtro.com für alte Amiga-Produktionen und unter http://www.docsnyderspage.de für Commodore 64er-Produktionen zu finden. Aus dieser Bewegung sind u.a. Vereine zur Erhaltung dieser “digitalen Kultur” entstanden (siehe http://www.digitalekultur.org). 

Zurück zum Blog und zum Wissensmanagement. Ich habe jetzt diesen Artikel konstruiert, Informationen aus meinen Erfahrungskonext explizit gemacht. Mehr noch, ich habe relativ neue Erfahrungen (Blog-Vortrag von Jochen Robes, Fund des Madonna-Blogs) mit alten Erfahrungen u.a. durch die Anwendung meines Blogs kognitiv vernetzt und explizit gemacht. Ich nenne das “Assoziationsfloaten”. Wenn ich künftig nach einen der folgenden Begriffe oder Webseiten suche, werde ich zuerst nach diesen Blog-Artikel als Prospekt zum ISCT-WeltkongressAusgangspunkt suchen. Besser als jede Verzeichniss-Abkagestruktur. Die folgenden Begriffe sind hier nicht mit einer “Verschlagwortung” von Meta-Suchbegriffen zu verwechseln. Es geht um die kognitive Vernetzung von Neuem mit Altem, sowie die Konstruktion der Assoziation durch das explizit-machen durch einen Blog (!). Hier ein Auszug aus den Assoziationen dieses Artikels: Demoscene, Flashtros, Blog/Jochen Robes, Seite der GfWM, ISCT-Weltkongress, Wissensmanagement, Lernen, Assoziationsfloaten, Madonna …

Um Madonna geht es übrigens auch auf dem ISCT-Weltkongress über Konstruktivismus, Kybernetik 2. Ordnung und Autopoisies am 11. bis 12. November in Wien. Das Prospekt zum Kongress gibt es als download auch hier.

Computerschreiben in 4 StundenIm Nachtrag zu meinem Artikel Vom Web-Floaten zum Samadhi-Tank oder Floating-Tank und dem beschleunigtem Lernen mittels audiokinästhetischer Rückkopplungsschleife unter Verwendung unserer 4th-Dimension-Maschine ist mir wieder die Firma ats in den Sinn gekommen. Dort kann mann Computerschreiben in nur 4 Stunden lernen. Damals wollte mich ats (Accelerated Teaching Solutions AG) als Trainer gewinnen. Mich hat natürlich mehr das Verfahren dahinter interessiert. Soweit ich es herausbekommen konnte wendet ats ebenfalls NLP-Konstrukte an, um Computerschreiben nach dem 10-Finger-System zu erlernen. Ich habe es mir nicht im Detail angeschaut, vermutlich arbeiten Sie jedoch mit verschiedenen “VAKOG”-Konstrukten.Typenhebel-Schreibmaschine In diesem Zusammenhang ist natürlich interessant, das heutige 10-Fingersystem einmal grundsätzlich in Frage zu stellen. Ausgangspunkt des 10-Fingersystems sind die mechanischen Schreibmaschinen und deren QWERTY-Tastatur. Vor einiger Zeit erzählte mir Julian, das die Anordnung der Tasten der klassischen QWERTY-Tastatur mit dem ursprünglichen mechanischen Problem zusammenhängt, welches die Typenhebelmechanik hat. Die Tasten und Heben mussten so konstruiert und angeordnet sein, dass sie sich bei schnellem Tippen nicht ineinander verhaken. Dabei ist natürlich die Sprache zu berücksichtigen, in der man tippt, da dies mit den Wahrscheinlichkeiten zusammenhängt, in den bestimmte Buchstaben aufeinander folgen. So benutzen wir heute immer noch das QWERTZ bzw. QWERTY-Tastaturlayout, obwohl die mechanischen Rahmenbedingungen nicht mehr gegeben sind. Aber wir haben das ja schon immer so gemacht, und deshalb ändern wir es eben nicht. Heinz von Foerster würde vielleicht sagen, wir haben uns in dieser Beziehung der Maschine so angepasst, das wir in dieser Beziehung trivialisiert sind. Dabei gibt es mittlerweile bereits alternative Tastaturlayouts wie z.B. das Dvorak-Tastaturlayout (1932). Mit diesem Tastaturlayout kann man wohl um einges schneller tippen in unserem Sprachkreis.Dvorak Tastaturlayout Einen Tastaturtreiber für Dvorak typ II für Windows kann man hier herunterladen. Seit einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, das Dvorak-Layout zu erlernen. Ich habe es noch nicht realisiert. So ist das eben …. mit der Konditionierung …. man ist nicht davor geschützt. Dabei kann es möglicherweise so einfach sein, wenn man das Verfahren von ats mit dem Dvorak-Tastaturlayout verbindet. Das Dvorak-Tastaturlayout in Verbindung mit dem Emacs wäre auf jeden Fall ein zuverlässiger Schutz vor dem “Lass-Mich-Mal-An-dieTastatur-Hinter-Mir-Steher”.